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16.06.11

Motorland Aragon

Kategorie: World Superbike (WSBK)

Vorschau

17. – 19. Juni 2011

07. von 13 WM-Rennwochenenden

 

 

München/Stephanskirchen, 14. Juni 2011. Das Team BMW Motorrad Motorsport betritt beim kommenden Rennwochenende Neuland. Vom 17. bis zum 19. Juni gastiert die FIM Superbike-Weltmeisterschaft zum ersten Mal im Motorland Aragón (ESP). Die hochmoderne Anlage liegt bei Alcañiz im nordostspanischen Aragonien. Dort wird die siebte Runde der Saison 2011 ausgetragen, nur eine Woche nach dem Gastspiel in Misano (ITA).Das Team BMW Motorrad Motorsport und die Werksfahrer Leon Haslam (GBR) und Troy Corser (AUS) haben im Winter im Motorland Aragón getestet. Dabei hatten sie Gelegenheit, sich mit dem für sie neuen Kurs vertraut zu machen und wichtige Daten für die Rennvorbereitung zu sammeln. In den kommenden Tagen geht es für Leon und Troy darum, wieder zu 100 Prozent fit zu werden und ihre Verletzungen vom vergangenen Wochenende in Misano vollkommen auszukurieren. Leon hatte sich unter anderem einen gebrochenen Zeh zugezogen, Troy Prellungen an der Hüfte und eine angebrochene Rippe.In der Fahrerwertung der aktuellen Saison belegt Leon mit 106 Punkten den fünften Rang, Troy ist 15. mit 49 Punkten. Insgesamt haben die beiden an den ersten sechs Rennwochenenden der Saison bereits 155 Zähler für das Team BMW Motorrad Motorsport gesammelt. In der Konstrukteurswertung belegt BMW mit 138 Punkten den vierten Platz. Für diese Wertung zählt nur das jeweils beste Rennergebnis.Leon Haslam:„Aragón ist für uns recht interessant. Ein paar der Teams haben diesen Kurs als Teststrecke ausgewählt. Wir haben dort im Winter einmal getestet und haben dabei ganz gut abgeschnitten. Ich habe das Gefühl, dass wir jetzt mit der BMW S 1000 RR Fortschritte gemacht haben, von daher freue ich mich darauf, wieder auf einer Strecke zu fahren, auf der wir getestet haben. Zudem ist es für alle Neuland. Also sind wir sehr gespannt, was uns dort erwartet. Die Strecke ist technisch recht anspruchsvoll. In einigen Kurven hängt der Radius, die Haftung ist dort immer ein Thema und noch dazu hat man ein paar ultraschnelle Geraden, die in sehr, sehr enge Kurven führen. Der Kurs bietet eine gute Mischung aus allem, und er hat viele Höhenunterschiede. Ich denke, dass wir dort gute Rennen sehen werden.“Troy Corser:„Die Strecke im Motorland Aragón erinnert mich ein bisschen an Portimão, mit vielen blinden Kuppen und Kurven, langen, abfallenden Kurven sowie Bergauf- und Bergabpassagen. Es ist gut, dass wir dort getestet haben und den Kurs kennenlernen konnten. Die Strecke macht es technisch recht anspruchsvoll, das Bike richtig zum Arbeiten zu bringen. Ich freue mich schon darauf, dort zu fahren.Leider war der vergangene Rennsonntag in Misano wegen meiner Verletzungen recht kurz für mich. Aber nun habe ich fast eine Woche Zeit, um mich zu erholen und wieder fit zu werden. Deshalb bin ich optimistisch, dass in Aragón wieder alles in Ordnung ist.“Bernhard Gobmeier, BMW Motorrad Motorsport Direktor:„Wir haben im Winter in Aragón getestet, nachdem Leon zum Team gestoßen ist. Dieser Test verlief recht positiv, obwohl die tiefen Temperaturen keine wirklich gute Aussage über das Zusammenwirken von Reifen und Fahrwerk zuließen. Natürlich wurde die BMW S 1000 RR seitdem umfassend weiterentwickelt und definitiv verbessert. Deshalb freuen wir uns schon auf die Rennen. Es ist eine Strecke, die durch den sehr abwechslungsreichen Charakter den Eigenschaften unseres Motorrads entgegen zu kommen scheint. Die Superbike-Weltmeisterschaft hat dort noch niemals Rennen ausgetragen, von daher starten dort alle bei null. Alles ist möglich. Der Streckenbelag ist sehr rau und bietet viel Haftung. Deshalb wird ein schonender Umgang mit den Reifen der Schlüssel dazu sein, in Spanien ein gutes Rennen zu haben.Glücklicherweise hat sich in Misano keiner unserer beiden Fahrer wirklich schwere Verletzungen zugezogen. Aber die Prellungen und Frakturen schmerzen natürlich. Das ist ganz klar. Doch unsere beiden Jungs sind derzeit in extrem guter physischer und psychischer Verfassung, und deshalb gehen wir davon aus, dass sie am Wochenende wieder vollkommen fit sind. Wir hoffen also, dass es in Aragón rundherum wieder besser läuft.“ Hintergrund:Die FIM Superbike-Weltmeisterschaft gastiert in dieser Saison erstmals im Motorland Aragón. Die Rennstrecke liegt bei Alcañiz in Aragonien, einer Autonomen Gemeinschaft im Nordosten Spaniens. Alcañiz hat 16.000 Einwohner, und die Hauptstadt Aragoniens, Saragossa, ist rund 99 Kilometer entfernt.Das Motorland Aragón zählt zu den modernsten Motorsportanlagen der Welt. Es wurde vom deutschen Architekten Hermann Tilke in Zusammenarbeit mit dem britischen Architekturbüro Foster and Partners entworfen und im September 2009 eröffnet. In die Planungen für das Streckenlayout war auch Formel-1-Pilot Pedro de la Rosa beratend eingebunden. Zum Gesamtkomplex gehören neben der eigentlichen Rennstrecke eine Kartbahn, ein Technologie- und ein Freizeitzentrum.Der Kurs hat zwei verschiedene Längen: eine Streckenversion ist 5,077 Kilometer lang, die andere 5,345 Kilometer. Auf der längeren Version werden auch die Rennen der FIM Superbike-Weltmeisterschaft ausgetragen. Die Breite der Strecke beträgt zwischen zwölf und 15 Meter, die längste Gerade ist 1,726 Kilometer lang. Im Motorland Aragón gibt es zudem zwei Fahrerlager, da die Strecke in zwei einzelne, je fast drei Kilometer lange Kurse unterteilt werden kann.2010 fand dort erstmals ein Motorrad-Grand-Prix statt, seit der aktuellen Saison gehört die Strecke auch zum Kalender der FIM Superbike-Weltmeisterschaft. Das ganze Jahr über wird der Kurs zudem von den verschiedensten Automobil- und Motorradsportserien für Testfahrten genutzt.Der Charakter der Strecke hält für Teams und Fahrer einige Herausforderungen bereit, mit blinden Kuppen, abfallenden Kurven sowie Bergauf- und Bergabpassagen. Außerdem gibt es viele flüssige Abschnitte, in denen es darauf ankommt, noch im Ausgang der Kurve die richtige Linie für den nachfolgenden Kurveneingang findet. Abgerundet wird die Mischung durch langsame Passagen.Die Kombination aus den Kurven sieben und acht ist der berühmten „Corkscrew“ in Laguna Seca (USA) nachempfunden. Interessant ist auch die letzte Kurve: Hier muss der Fahrer früh Gas geben, um bergauf Schwung mitzunehmen auf die Start-Ziel-Gerade, an deren Ende mit einer 90-Grad-Linkskurve eine der vielen Überholmöglichkeiten wartet.



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