Sporthistorie

Seit 1996 ist alpha Technik im Rennsport aktiv.

Geschäftsführer Josef Meier (li.) und Josef Hofmann (re.), erzielten als Teamleiter Erfolge die in die Geschichte des nationalen und internationalen Rennsports eingegangen sind.

1996

Das Geburtsjahr für alpha Technik im Motorradrennsport
        
Die beiden Geschäftsführer und Teammanager, Josef Hofmann und Josef Meier starteten mit der Unterstützung von SUZUKI in der Pro Superbike - Serie. Mit Michael Rudroff als erfahrener Pilot auf einer Suzuki GSX-R 750 wird um Punkte und Platzierungen gekämpft.
   

1997

2. Jahr in der PRO SUPERBIKE

    
Mit den Erfahrungen aus der vorhergenden Saison und mit der weiterhin engagierten Unterstützung von SUZUKI Deutschland, wird ein Platz in der Pro Superbike unter den ersten fünf angepeilt. Ein Trainingssturz Rudroffs, mit seiner Suzuki GSX-R 750 in Colmar-Berg, Luxenburg, durchkreutzte die Saison-Pläne.
Gute Einzelergebnisse sind letzendlich das Resultat.

1998

PRO SUPERBIKE    
Nach der Ankündigung Rudroffs, den Helm an den Nagel zu hängen, suchte alpha Technik zusammen mit SUZUKI Deutschland nach einem neuen Fahrer für die Saison für die Pro Superbike-Serie. Kurzfristig wurde der Spanier Ruben Xaus engagiert. Recht schnell hatte sich der Spanier auf die 165 PS starke Suzuki GSX-R 750 eingestellt. Welches Potential in Maschine und Fahrer steckten, zeigte ein zweiter Platz am Pannonia-Ring und ein erstklassiges Abschlussrennen in Hockenheim.

SUPERSPORT 600 
Erstmals tritt das Team alpha Technik auch in der Klasse Supersport 600 an. Der Pilot Markus Barth gehörte mit seiner 125 PS starken Suzuki GSX-R 600 zu den Favoriten für diese Saison. Gehandikapt durch einige Stürze gelang ihm dennoch ein guter 6. Gesamtrang.
   
MuZ 660 Cup      
Ebenfalls unter der Flagge des alpha Technik fährt der Regensburger Paul Maria Listl im MuZ 660 Cup. Er gewinnt am Ende den Cup überlegen.

1999

6 Fahrer unter alpha Technik Flagge
        
PRO SUPERBIKE
Neben dem etablierten SUZUKI Superbike Team mit Fahrer Giovanni Bussei auf einer SUZUKI GSX-R 750 gibt es erstmals auch eine YAMAHA-Superbike Abteilung, mit Fahrer Brian Morrison auf einer YAMAHA R7.
Kurzfristig entschied sich auch Micheal Rudroff noch eine Saison bei der PRO SUPERBIKE Serie teilzunehmen. Das Motorrad: eine SUZUKI TL 1000 R.
   
SUPERSPORT 600
     
Das in den vergangenen Jahren angeeignete Know How in Sachen Einspritzung und Zündung, welches in der Motorrad Rennszene sicherlich führend war, ließen die Teamchefs Josef Hofmann und Josef Meier optimistisch in die Saison '99 blicken.
In der Klasse SUPERSPORT 600 tritt man mit den Piloten Barth und Oelschläger auf einer SUZUKI GSX-R 600 bei der deutschen Meisterschaft an. Beide Fahrer dominieren die Klasse fast nach belieben und teilen sich Siege bzw. Podiumsplätze untereinander. Am Ende der Saison wird Barth deutscher Meister und Oelschläger Vize-Meister.

MuZ 660 Cup
Ebenfalls wieder am Start: Paul Maria List im MuZ Cup. Sturzpech vereiteln die erfolgreiche Titelverteidigung, am Ende winkt der Vizemeistertitel.

2000

Einstieg in die Supberbike- / Supersport-Weltmeisterschaft
        
SUPERBIKE WM

Im Milleniumjahr startet das alpha Technik Team erstmalig bei einer Internationalen Rennserie: Supersport- & Superbike Weltmeisterschaft!
Die Fahrer waren wie schon im Vorjahr bei der deutschen PRO SUPERBIKE wieder Markus Barth und Jürgen Oelschläger. In der stark umkämpften Königsklasse konnten die beiden jedoch nicht um Siege mitkämpfen.
 
SUPERSPORT WM

alpha Technik integrierte neben dem Superbike-WM Team auch das Supersport Team mit den Fahrern Jörg Teuchert und Christian Kellner sowie Teamchef Udo Mark.
Yamaha belieferte das Team mit dem nötigen Material. Mit den Piloten Kellner & Teuchert gehörte das Team zu den Top-Aspiranten auf den Weltmeisterschaftstitel.
Die Saison war geprägt von vielen Höhepunkten und auch Niederlagen, welche das Team zu verkraften hatte. So stürzten zum Beispiel beim vorletzten Rennen in Oschersleben beide Teamfahrer auf Platz eins und zwei liegend in der letzten Kurve aus dem Rennen. Beim Finalrennen im englischen Brands Hatch in einem dramatischen Herzschlagfinale sicherte sich Jörg Teuchert am Ende den Weltmeistertitel. Undankbarer vierter in der Gesamtwertung wurde der Waginger Teamfahrer Christian Kellner nur wenige Punkte hinter seinem Teamkollegen und Weltmeister Jörg Teuchert.

2001

alpha Technik mit Honda in der SUPERSPORT WM
        
SUPERSPORT WM

Nach den Erfolgen im Jahr 2000 nahm YAMAHA Deutschland das SUPERSPORT Team wieder in die eigenen Hände und versuchte noch mehrere Jahren den Erfolg zu wiederholen.
Der Weltmeistertitel von Jörg Teuchert blieb bis dato der letzte Weltmeistertitel eines Deutschen Rennfahrers.

alpha Technik entschloss sich, ein Angebot von Honda Europa anzunehmen, ein SUPERSPORT WM Team mit Honda Motorrädern zu betreiben. Als Fahrer wurden der Australier Adam Fergusson und Markus Barth auserwählt.
Adam Fergusson verletzte sich bei einem Vorsaison-Test schwer, so das er beim Saisonauftaktrennen in Valencia nicht antreten konnte. Er wurde für dieses eine Rennen vom jungen Alex Gobert ersetzt. Bereits beim zweiten Lauf im australischen Philip Island war Adam wieder fit und belegte beim Regenrennen Platz zwei. Bei dem darauffolgenden Rennen hatte Adam wie sein Teamkollege Markus Probleme, ihr Potential aufzuzeigen.
Dennoch wurden weitere Podestplätze erzielt.

 

2002

Rückkehr in die Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft
        
IDM Supersport
Das Team um alpha Technik kehrt mit HONDA zurück in die Deutsche Meisterschaft. Die beiden Piloten Tobias Kirmeier & Jürgen Oelschläger starten in der Klasse Supersport 600. Das Nachwuchstalent Tobias Kirmeier überzeugte das Team mit zwei hervorragenden 4. Platzierungen in dieser Saison. Jürgen Oelschläger holte sich in Salzburg den ersten Platz und heulte vor Freude in seinen Helm, trocknete seine Tränen und umarmte Tuner Thomas Franz. 10 km entfernt wohnte der Lokalmatador, in Salzburg wurde er mit dem Rennbazillus infiziert. Ein schöneres Geschenk hätte Oelschläger seinen Chefs Sepp Hofmann und Sepp Meier kaum machen können. Denn im Fahrerlager hatten die bayerischen Motorradhändler groß aufgetischt, um das zehnjährige Firmenjubiläum zu feiern.
Mit Gesamtplatz vier von Oelschläger und Platz neun von Kirmeier hat das Team die gesteckten Saisonziele erreicht.

2003

mit Aufwind in der IDM
       
IDM SUPERBIKE
Das alpha Technik-Team HONDA setzte auch in der Saison 2003 Maßstäbe in der IDM.
Das Team tritt in der Klasse SUPERSPORT 600 und in der Klasse SUPERBIKE an.
Michael Schulten wurde ins das Team der Bayern geholt und soll auf einer Honda CBR 900 RR für Achtungserfolge sorgen. Ebenfalls am Start in der Königsklasse, Jürgen Oelschläger. Beide mischten das Feld gehörig auf und konnten am Ende der Saison Platz 3 (Schulten) und Platz 5 (Oelschläger) für sich verbuchen.
     
IDM Supersport
       
Der amtierende SUPERSPORT 600 Meister, Michael Schulten startete auch in der 600er Klasse auf der neuen CBR 600 RR um seinen Titel als zu verteidigen. An seiner Seite trat ebenfalls der Nachwuchsfahrer Tobias Kirmeier an. Auch in der SUPERSPORT 600 Klasse sorgten die alpha Technik Fahrer für viel Wirbel.
Am Ende konnte Michael Schulten seinen Titel verteidigen, und bescherte HONDA den ersten Titel seit vielen Jahren. Tobia Kirmeir sicherte sich zu Saisonende einen respektablen sechsten Gesamtplatz.

2004

zweifacher Meister
       
IDM SUPERBIKE

Auch in der Saison 2004 setzte das Team von alpha Technik-HONDA wieder Maßstäbe in der IDM. Michael Schulten erreichte mit dem Team aus Bayern auf einer Honda CBR 1000 RR den ersten Rang der Klasse Superbike. Teamkollege Jürgen Oelschläger wurde 4. in der Gesamtwertung.

 

IDM Supersport

Der Belgische Pilot Werner Daemen wird mit zwei Laufsiegen Deutscher Meister der Klasse Supersport. Sein Teamkollege Tobias Kirmeier wurde 4. in der Gesamtwertung.

 

 

Superbike und Supersport Meistertitel sind das Ergebnis einer harmonischen Zusammenarbeit von Fahrern und Team.

Das Team alpha Technik van Zon Honda Racing gewinnt auch die Superbike-Markenwertung für die Motorradmarke Honda.

2005

5 Fahrer, 2 Podiumsplätze am Ende, 1 Doppelstarter
       
IDM SUPERBIKE

Im Jahr 2005 war das alpha Technik-Team HONDA mit insgesamt 3 Piloten in der IDM SUPERBIKE stark vertreten. Nach dreijähriger Rennsportpause gibt Ralf Waldmann sein Comeback im Team von alpha Technik van Zon. Der zweifache Vizeweltmeister in der 250 ccm Klasse wird von allen Fachmedien als der Superstar der Saison 2005 in IDM-SUPERBIKE-Klasse gehandelt. Tatsächlich ist Ralf Waldmann der populärste und erfolgreichste deutsche aktive Motorrad-Rennfahrer. Er trifft in der IDM auf starke Konkurenz, allen voran der amtierende Meister und Teamkollege Michael Schulten. Werner Daemen, amtierender Supersport 600 Meister aus 2004, will den SUPERSPORT-Titel verteidigen, stellt aber gleichzeitig die Weichen für den Umstieg in höchste deutsche Motorsportkklasse und startet sowohl in der IDM SUPERSPORT 600 als auch in der IDM SUPERBIKE.

Am Ende wird Michael Schulten Gesamt-Dritter, "Waldi" verfehlt nur knapp die Top-Ten und Werner Daemen legt mit seinem 16. Gesamtrang den Grundstein für weitere Erfolge.

 

IDM Supersport

Auch in dieser Klasse sind drei Piloten des alpha Technik van Zon Honda Teams am Start, Werner Daemen sogar als Doppelstarter in Supersport und Superbike. Neben Werner Daemen und Arne Tode ist auch Jesco Günther in den Teamfarben auf der Strecke.

Werner kann seinen Titel leider nicht verteidigen und wird Achter, aber Arne Tode kann in seinem ersten Jahr für das Team den dritten Gesamtrang sichern. Jesco beendet die Saison als Sechster. 

 

2006

eine Rennlady im Team, Meister und Vizemeister bei den Supersportlern

 

IDM SUPERBIKE

 

In der Saison 2006 war das alpha Technik van Zon Honda-Team in der Klasse Superbike mit Michael Schulten und Werner Daemen vertreten. Ebenfalls unter der alpha Technik-Flagge unterwegs, war Nina Prinz, die einzige Dame in der IDM-Superbike. Trotz zahlreicher Ausfälle während der Saison kam Schulten am Ende auf den 4. Gesamtplatz. Teamkollege Werner Daemen schlug sich in seinem ersten Superbike-Jahr wacker, und konnte einige Podiumsplätze für sich verbuchen. Am Ende Gesamtrang 8 für den Belgier. Nina Prinz´s Saison in der höchsten Klasse der IDM war wegen Sponsoren-Probleme zeitweise unterbrochen, und konnte deshalb nur selten Ihr Potential auf der Rennstrecke zeigen.

 

IDM Supersport

 

In der Klasse der IDM Supersport waren wie schon 2005 Arne Tode und Jesco Günther für alpha Technik am Start. Arne Tode startete mit voller Punktzahl in die Saison 2006, und daran sollte sich auch im Lauf der Saison nichts ändern. Bereits vor Ablauf der Saison konnte sich Arne den Meistertitel sichern. Das zweite schnelle Pferd im alpha-Stall, Jesco Günther, kam nach einer grandiosen Saison auf Platz 3. Er musste sich mit lediglich 10 Zählern Rückstand auf den Zweitplatzierten geschlagen geben.

2007

viele Podiumsplätze, am Ende Gesamtrang 2 für "KBA"

 

IDM SUPERBIKE

In der stärksten IDM-Klasse, den Superbikes, gingen 2007 der Norweger Kai-Børre Andersen und der Belgier Werner Daemen an den Start.

Beide Fahrer starteten mit großen Ambitionen in die Rennsaison 2007. Werner Daemen, der sich bereits im vorigen Jahr in der SUPERBIKE-Klasse etablieren konnte, machte sich auf um zahlreiche Podiums-Plätze zu erkämpfen und wurde nicht enttäuscht. Mit einem tollen 5. Platz in der Gesamtwertung zeigte er, dass er zu den besten Fahrern im Feld gehört.

Ebenfalls ein Auge auf die ersten Plätze geworfen hatte der Neuzugang Kai-Børre Andersen. Er kam aus der Superbike-WM und sorgte gleich im ersten Rennen für Furore. Der „ewige Zweite“ konnte zwar in der gesamten Saison keinen Sieg erringen, sicherte sich jedoch mit immer konstanten Rennen den zweiten Gesamtplatz.

2008

Vorbereitung des Umstiegs auf die internationale Bühne

 

Im Rennsport-Jahr 2008 stellte alpha Technik kein Team in der IDM-Rennserie. Trotzdem beteiligt sich alpha Technik aktiv am Rennsport, z.B. in Form des Pirelli Reifendienstes oder des Bitubo Race Service. Beide Einrichtungen betreuten während der kompletten Saison 2008 die Starter im Fahrerlager.

 

Ein großes Projekt wirft seine Schatten voraus - der Einstieg von BMW Motorrad Motorsport mit der komplett neuentwickelten S1000RR in die Superbike Weltmeisterschaft.

In enger Kooperation mit BMW Motorrad Motorsport wird eine komplette Infrastruktur neu installiert. Mit der Durchführung des Rennbetriebes beauftragt, wird ein neues Unternehmen, die alpha Racing GmbH & Co KG ins Leben gerufen. Bereits im Oktober 2007 beginnt der Neubau des alpha Racing Competence Centers ganz in de Nähe von alpha Technik. Bereits im April 2008 ist die erste Halle bezugsfertig, das Team nimmt langsam konkrete Formen an und nimmt die Aufgabe konkret in Angriff. 

 

2009 IDM

4 Piloten auf der brandneuen BMW S1000RR

 

IDM SUPERBIKE

In der Rennsaison 2009 ist alpha Technik wieder aktiv in der IDM. Mit 4 Piloten auf der brandneuen S1000RR geht ein komplett neu formiertes Team in der Klasse IDM SUPERBIKE an den Start. 

Werner Daemen, seit einigen Jahren Stammpilot von alpha Technik, und Julian Mazuecos, bereits in der Endurance Weltmeisterschaft erfolgreich, werden in der IDM SUPERBIKE um den Titel kämpfen.

Mit dabei sind auch die beiden Nachwuchsfahrer Filip Altendorfer, dem letztjährigen Gewinner des Yamaha R6-Dunlop-Cups, und Toni Wirsing, nach dem Umstieg aus der IDM 125 und einem Zwischenengagement in der 250er Weltmeisterschaft Ihre Premierensaison auf einem Superbike absolvieren. 

2009 IDM - Rückblick

Fantastisches IDM Debüt

Neben dem Superbike-WM-Werksteam sorgten die engagierten IDM-Fahrer, Techniker, Mechaniker und treue Fans bei verschiedenen Rennen auf nationaler Ebene für Erfolge der S 1000 RR. Für 2009 ist vor allem die erste Teilnahme an der IDM Superbike-Meisterschaft zu nennen, bei der sich der belgische Fahrer Werner Daemen den dritten Platz in der Gesamtwertung sicherte.

 

Das große Talent Daemen holte mit der BMW S 1000 RR auf dem Weg zum 3. Platz in der Meisterschaft zwei Rennsiege und vier Podiumsplätze – ein überragendes Ergebnis in ihrer ersten Saison bei dieser hart umkämpften Rennserie, die Deutschlands wichtigste Motorradmeisterschaft und eine der konkurrenzstärksten inländischen Rennserien der Welt ist.

2009 WSBK - Rückblick

 

Die Superbike-Weltmeisterschaft 2009 versprach spannender zu werden als je zuvor, besonders weil BMW Motorrad Motorsport sein Debüt in der Rennserie mit der stärksten Konkurrenz gab und gegen nicht weniger als sechs andere Hersteller, vier Japaner und zwei Europäer, antrat. Obwohl BMW Motorrad auf eine sehr lange Motorsportgeschichte zurückblicken kann, waren seine Rennpiloten bei der Superbike-Weltmeisterschaft 2009 die ‚neuen Jungs’. Die Entscheidung von BMW, an dieser Rennserie einzusteigen, fiel zweifellos in eine der härtesten und konkurrenzstärksten Phasen ihrer 21-jährigen Geschichte:

 

Nach den 14 Läufen und 28 Rennen in den vergangenen acht Monaten auf Rennstrecken in aller Welt ist das Team von BMW Motorrad Motorsport mehr als zufrieden mit seinem ersten Superbike-Weltmeisterschaftsjahr und freut sich schon jetzt auf 2010. Dem Team war immer klar, dass dieses Jahr hart werden würde. Doch Troy, Ruben und das ganze Team schlugen sich bei ihrem Debüt besser, als viele erwartet hatten. Immerhin errangen sie 17 Top-Ten-Plätze. Hier nun ein Bericht über das turbulente erste Jahr in der WSBK in allen Details.

 

1. Lauf, Phillip Island, Australien

Troy Corser von BMW Motorrad Motorsport startete zwar auf Position 17, rollte dann aber das Feld auf und erkämpfte im Eröffnungsrennen der diesjährigen Superbike-Weltmeisterschaft auf Phillip Island einen hervorragenden achten Platz. Dabei legte er die schnellste Rundenzeit des gesamten Rennens hin und demonstrierte dem Publikum, dass sich BMW Motorrad Motorsport bei der WM keineswegs nur mit einer Statistenrolle begnügen wollte.

 

2. Lauf, Doha, Qatar

Troy Corser und Ruben Xaus von BMW Motorrad Motorsport lieferten mit drei Top-Ten-Positionen in den beiden 18-Runden-Rennen von Doha eine grandiose Leistung ab! Troy landete in beiden Rennen auf Rang neun, Ruben kam im ersten Rennen auf den 13. und im zweiten auf einen hart erkämpften 10. Platz.

 

3. Lauf, Valencia, Spanien

Nach dem Qualifying waren Troy Corser und Ruben Xaus sehr zuversichtlich, auch im dritten Lauf zur Superbike-Weltmeisterschaft in Valencia die Top-Ten in Angriff nehmen zu können. Mit Rubens 13. Platz im ersten Rennen erzielte das Duo aber schon sein bestes Endergebnis. An diesem Tag zahlte sich die harte Arbeit, die das ganze Team am Wochenende investiert hatte, nicht aus. Troy schied nach nur einer Runde aus, blieb aber zum Glück unverletzt, und belegte im zweiten Durchgang trotz Grip-Problemen Rang 15. Ruben kam in beiden Rennen auf den 16. Platz, war aber in beiden Rennen mit seinem Tempo zufrieden.

 

4. Lauf, Assen, Niederlande

Mit zwei Top-Ten-Platzierungen konnte sich Troy Corser in Assen über einen der beständigsten Renntage der Saison freuen. Er wurde von seinem Teamkollegen Ruben Xaus gut unterstützt, der ebenfalls aus einer hinteren Startreihe ins Rennen gehen musste. Ruben startete in beiden Rennen aus der fünften Reihe; im ersten Rennen arbeitete er sich jedoch bis auf Rang 14 und im zweiten Rennen sogar bis auf Rang 11 vor.

 

5. Lauf, Monza, Italien

Mit einem tollen siebten Platz im ersten Durchgang verhalf Ruben Xaus dem Team BMW Motorrad Motorsport in Monza zu seinem bis dahin besten Ergebnis. Ein solider neunter Rang folgte im zweiten Rennen, und damit war Monza für ihn der beste der bisherigen fünf Läufe. Er und sein Bike steigerten sich also von Lauf zu Lauf. Troy Corser wurde in der Eröffnungsrunde des ersten Rennens in einen Crash verwickelt und vom Bike eines anderen Piloten am Nacken getroffen.

 

6. Lauf, Kyalami, Südafrika

Die sechste Runde zur diesjährigen Superbike-Weltmeisterschaft in Kyalami wird dem Team BMW Motorrad Motorsport in keiner sonderlich guten Erinnerung bleiben. Wenngleich das Wochenende viel versprechend begonnen hatte, blieben am Ende sowohl Ruben als auch dem Ersatzfahrer Steve Martin Punkte in den beiden Rennen über 24 Runden versagt. Ruben wurde zweimal von der Strecke gedrängt und kam insgesamt lediglich drei Runden weit. Steve konnte beide Läufe zu Ende fahren, belegte aber im ersten Durchgang nur den 22. und im zweiten den 18. Platz.

 

7. Lauf, Miller Motorsport Park, USA

Der siebte Lauf zur diesjährigen Superbike-Weltmeisterschaft ging auch nicht als denkwürdiges Ereignis in die Geschichte des Teams BMW Motorrad Motorsport ein. Dass sie in dieser Saison von ihren niedrigsten Startpositionen ins Rennen gehen mussten, bereitete Troy Corser wie Ruben Xaus einige Schwierigkeiten. Umso höher ist ihnen anzurechnen, dass sie beide Rennen zu Ende fuhren. Troy and Ruben kämpften in den beiden 21-Runden-Rennen hart und konnten dank Troys fünfzehntem Platz im ersten Rennen einen Punkt erzielen.

 

8. Lauf, Misano, Italien

Beim ersten Rennen in Misano trafen nasse Reifen auf nassen Boden. Ruben Xaus konnte diese schwierigen Bedingungen zu seinem Vorteil nutzen, kämpfte sich vom 18. Startplatz bis auf Rang eins vor und lag noch sieben Runden vor dem Ende des Rennens in Führung. Beim Wechsel des Motorrads erhielt er jedoch aufgrund einer Geschwindigkeitsüberschreitung in der Boxengasse eine Durchfahrtsstrafe. Er gab dennoch nicht auf und wurde am Ende noch 14. Troys Rennen war allerdings schon vorbei, bevor es überhaupt begonnen hatte. Wegen eines Elektronikproblems hatte er in der Warm-up-Runde einen Highsider und stürzte, verletzte sich aber glücklicherweise nicht weiter an seiner ohnedies lädierten Schulter.

 

9. Lauf, Donington Park, Großbritannien

Im zweiten Rennen der Superbike-Weltmeisterschaft in Donington Park holte sich Ruben Xaus einen hervorragenden neunten Platz. Bei sonnigem Wetter kämpfte sich Ruben von Startreihe vier aus zu seinem dritten Top-Ten-Ergebnis in dieser Saison durchs Feld. Mit Platz 15 im ersten Rennen bestätigte er, dass er und das Team die zuletzt mäßigen Resultate verarbeitet hatten. Troy erlebte keinen ganz so guten Tag. Er stürzte im ersten Durchgang, weil er versehentlich den Leerlauf erwischte. Zu wenig Grip machte ihm im zweiten Durchgang das Leben schwer. Trotz der Grip-Probleme fuhr Troy aber weiter und konnte das Rennen beenden, allerdings keine Punkte einfahren.

 

10. Lauf, Brünn, Tschechische Republik


Nach guter Arbeit abseits der Rennstrecke und den kürzlich erfolgreich absolvierten Tests in Italien konnte sich Troy in Brno über sein bislang bestes Wochenende der Saison freuen. Im ersten Lauf belegte er einen fantastischen fünften Platz, nachdem mehrere Runden lang in Führung gelegen hatte. Trotz Reifenproblemen kam er im zweiten Umlauf auf Platz zehn. Ruben musste seine Hoffnungen nach einem Sturz in der ersten Runde des ersten Rennens begraben und landete im Medical Centre. Anhand der Röntgenaufnahmen stellte sich heraus, dass er sich den rechten Oberschenkelhals gebrochen hatte

 

11. Lauf, Nürburgring, Deutschland


Troy erwischte in beiden Rennen einen guten Start, wurde im ersten Rennen Achter und ließ im zweiten einen starken sechsten Platz folgen. Richard Cooper, der Ruben Xaus ersetzte, startete ebenfalls gut, stürzte aber in beiden der 20 Runden langen Rennen, blieb jedoch zum Glück unverletzt. Da der junge britische Fahrer allerdings nur wenig Zeit hatte, einen Trocken-Setup zu finden und sich mit der Strecke vertraut zu machen, braucht er sich nicht zu grämen, zumal er beide Rennen viel versprechend mit Talent und Speed angegangen war.

 

12. Lauf, Imola, Italien

In Imola erlebte BMW Motorrad Motorsport ein Wechselbad der Gefühle. Ruben erzielte bei seinem Comeback nach der Verletzung hervorragende Top-Dreizehn-Platzierungen. Troy hatte mit Bremsproblemen zu kämpfen, kam im ersten Rennen auf Rang 11, konnte aber das zweite Rennen nicht beenden.

 

13. Lauf, Magny-Cours, Frankreich

Zur Freude des Teams BMW Motorrad Motorsport holte sich Troy Corser in Magny-Cours gleich zwei hart erarbeitete Top-Ten-Platzierungen. Das erste Rennen beendete er als Neunter, das zweite auf Rang zehn. Ruben Xaus kämpfte wieder gegen die Schmerzen und wurde dafür mit einem starken 11. Platz im ersten Rennen und einem 12. Platz im zweiten Rennen belohnt.

 

14. Lauf, Portimao, Portugal

In Portimao durchlebte das Team erneut einen unglücklichen Tag. Ruben erreichte im ersten Rennen einen 8. Platz und brach sich nach einem Highsider im zweiten Rennen das rechte Bein, nachdem er mit seinem Motorrad auf der Ölspur einer anderen Maschine ausgerutscht war. Auch Troy hatte Frust zu verarbeiten: Wegen Chattering musste er die Box ansteuern. Im zweiten Rennen belegte er aber den neunten Platz und bewies erneut, dass die S 1000 RR durchaus Chancen in dieser Rennserie hat. Corser und Xaus wollen auch in Zukunft hart und engagiert mit dem Team arbeiten, um dieses Ziel zu verwirklichen.

 

Das Schlusswort hat Berti Hauser, Teamchef von BMW Motorrad Motorsport, der eines der aus seiner Sicht aufregendsten Jahre seines Lebens Revue passieren lässt:

 

„Die Saison war lang und hart, aber die Zeit ist trotzdem sehr schnell herumgegangen. Ich bin überrascht, dass sie jetzt schon zu Ende ist. Es war eine tolle Erfahrung. Wir haben 17 Top-Ten-Platzierungen erreicht. Da kann man wohl mit Recht sagen: ‚Mission erfüllt’. Wir haben Höhen und Tiefen erlebt und die Podiumsplätze manchmal nur knapp verpasst, was für das Potenzial des Motorrads spricht. Wir wissen, dass wir in einigen Bereichen zulegen müssen. Ich kann Ihnen versichern, dass dies bis zum nächsten Saisonstart geschehen sein wird.“

„Das war unser Rookie-Jahr. Ich finde, dass das ganze Team glücklich und stolz auf diese erste Saison sein kann. Ich möchte gerne Troy, Ruben, allen Mechanikern, Technikern, InFront, Pirelli, allen Mitarbeitern hinter den Kulissen und allen unseren Sponsoren für ihre harte Arbeit und tatkräftige Unterstützung in einer fantastischen ersten Saison danken. Danken möchte ich auch allen Rivalen, die uns das Leben schwer machten und uns zwangen, noch härter zu arbeiten und uns kontinuierlich zu verbessern. Wir hoffen, sie im nächsten Jahr alle wiederzusehen!“

 

Jeder Hersteller, der neu in diese Rennserie einsteigt, weiß, dass er eine harte Zeit vor sich hat. Auch BMW machte sich keinerlei Illusionen über die Herausforderungen, die zu bewältigen waren. BMW nahm aber an der Superbike-Weltmeisterschaft teil, weil sie Fans und Kunden die Möglichkeit bietet, sich mit der Marke und den Motorrädern zu identifizieren. In Kürze wird das mit Spannung erwartete Straßenbike BMW S 1000 RR an die Kunden ausgeliefert, von dem das Werksrennmotorrad abgeleitet ist. Seine Markteinführung hat lange auf sich warten lassen, aber das Warten wird sich zweifellos lohnen.

2010 IDM Jahresrückblick

Im zweiten Jahr auf der BMW S 1000 RR lief es für das alpha Technik - Van Zon - BMW Team noch besser als im Premierenjahr 2009.

 

Wo sich das Team im Jahr 2009 noch um vier Fahrer kümmerte, konzentrierte man sich in der Saison 2010 auf nur noch zwei Fahrer. Mit von der Partie waren der erfahrene und langjährige alpha Technik Pilot Werner Damen (B) sowie Barry Veneman (NL), welcher aus der Supersport WM zum IDM-Team nach Stephanskirchen wechselte.

 

Nach verheißungsvollem Start auf dem EuroSpeedway Lausitz (Platz 3 für Veneman) erlebte das Team einige Höhen und Tiefen, kämpfte jedoch immer mit den anderen Top-Teams an der Spitze. Ein Höhepunkt war wie schon im letzten Jahr das Meeting auf dem Salzburgring. Die beiden "Heimrennen" auf dem Highspeed-Kurs konnte der Belgier Werner Damen mit einem Doppelsieg auf seinem Punktekonto verbuchen. Ein weiteres Highlight war das Renn-Wochenende in Assen, bei dem Barry Veneman zwei mal 25 Punkte einheimsen konnte. Im ersten Rennen musste Barry sich zwar Gaststarter Max Neukichner geschlagen geben, dieser war allerdings nicht Punktberechtigt. Rennen zwei konnte Barry dann klar für sich entscheiden und stand somit in der Saison 2010 das erste mal ganz oben auf dem Siegerpodest.

 

Vor dem letzten Wochenende auf dem Hockenheimring standen die Entscheidungen sowohl in der Fahrer- wie auch in der Markenwertung noch aus. Mit Werner Daemen hoffte man noch den Fahrer-Titel zu erlangen und mit BMW wollte man sich die Markenwertung sichern. Beide Ziele blieben leider unerreicht, in der Fahrerwertung musste man sich dem ehemaligen SBK WM Fahrer Karl Muggeridge geschlagen geben, und den KTM-Fahrern gelang mit einer tollen Leistung noch der Sprung an die Spitze der Hersteller-Wertung. Am Ende beschloss man die Saison mit dem zweiten Gesamtrang für Werner Damen und dem fünten Rang für Barry Veneman, mit BMW belegte man den zweiten Rang in der Herstellerwertung.

 

«Wir haben uns nach dem Premierenjahr 2009 eindeutig verbessert», wussten auch die Teambesitzer Josef Hofmann und Josef Meier. «Im Vorjahr waren wir in der  Meisterschaft und in der Markenwertung auf dem jeweils dritten Rang. In beiden Kategorien ging es jeweils einen Platz nach vorne.»

2011 IDM Jahresrückblick

Bewährtes Bike mit neuer Teamformation


In der dritten Rennsaison auf der BMW S1000RR kommt mit dem Schweizer Werkzeughersteller „Kraftwerk“ ein neuer Teampartner und mit dem Schweizer Rennfahrer „Marc Wildisen“ ein neuer Pilot ins Team. Erster Fahrer sollte weiterhin der bewährte Stammpilot Werner Daemen sein. Doch noch während der Saisonvorbereitungen wechselte der erfolgreiche Belgier in die Position des Teammanagers und vermachte seinen Platz dem ehrgeizigen Australier Damian Cudlin, der in 2010 als IDM-Supersport-Meister hervorging.

Zu den ersten Rennen der Saison tauchte ein weiteres Fahrergesicht im Team „alpha Technik – Van Zon – Kraftwerk – BMW“ auf. Markus Reiterberger, ein junger Bayer aus der Nähe des Teamstandortes stammend und amtierender R6-Cup-Gewinner, ersetzte den verletzten Marc Wildisen. Beide Fahrer gaben ein absolut zufriedenstellendes Saisondebüt.

Damian Cudlin etablierte sich in der Superbike-Klasse recht schnell, landete in der Saison insgesamt 5x auf dem Podest und hielt sich mit zahlreichen 4. Plätzen immer in Lauerstellung zur Spitze. Somit reiste „Damo“ auf dem dritten Gesamtrang liegend zum Finale nach Hockenheim, versuchte den Vizetitel zu erzielen, doch unglückliche Umstände an diesem Rennwochenende ermöglichten in der Endabrechnung dann nur den 4. Platz.
Marc Wildisen hatte trotz seiner krankheitsbedingten Rennpausen viel Spaß mit der leistungsstarken BMW und Markus Reiterberger konnte sein Saison-Engagement im FIM Superstock-1000-Cup mit seinen IDM-Gaststarts optimal ergänzen und wertvolle Rennkilometer auf seinem neuen Einsatzmotorrad sammeln.

Dass die S 1000 RR das zurzeit erfolgreichste Superbike auf dem Markt ist, unterstreicht die durch BMW gewonnene Markenmeisterschaft.

Werner Daemen absolvierte in 2011 zwar keine Rennen mehr, man konnte ihn aber ab und an in den Trainings zum Bestimmen der Reifenwahl mit seiner Startnummer 2 auf der Strecke wahrnehmen. Mitte August stürzte der sympathische Belgier im Training zur Langstrecken-WM so schwer, dass er seine aktive Rennfahrerkarriere mit der Saison 2011 beendet. Er bleibt dem Rennzirkus weiterhin als Teammanager erhalten.

Team- und Geschäftsinhaber Josef Hofmann und Josef Meier blicken auf ein weiteres bedeutendes Engagement ihrer Unternehmen alpha Technik und alpha Racing in der IDM zurück!


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