27.06.10 17:55

Misano – Rennen.

Von: BMW Motorrad Motorsport

Erneut Grund zur Freude beim Team BMW Motorrad Motorsport: Nach der historischen ersten Poleposition in der noch jungen Geschichte des Teams am Samstag sicherte Troy Corser (AUS) der deutschen Mannschaft am Sonntag ihre zweites Podestplatzierung. Er beendete das erste Rennen als Dritter. Insgesamt hat Troy damit 130 Podestplatzierungen und 50 dritte Plätze in seiner Superbike-Karriere eingefahren. Sein Teamkollege Ruben Xaus (ESP) konnte das Rennen aufgrund eines mechanischen Problems nicht beenden. Eine Ölleitung, die mit dem Krümmer in Berührung kam, verschmorte, und es stieg Rauch von Rubens Bike auf. In Lauf 2 konnte Troy seine Startposition nicht halten. Bis zur letzten Runde des Rennens fuhr er unter den Top Fünf, ehe er beim Herunterschalten vor Tramonto in den Leerlauf schaltete. Er musste die Strecke verlassen und verlor einige Positionen. Ruben war in mehrere Kollisionen direkt nach dem Start involviert, und er konnte das Rennen nicht beenden, weil er vom Motorrad eines anderen Fahrers getroffen wurde. Der Aufprall verursachte eine Prellung und ein Hämatom im linken Wadenmuskel.

Troy Corser:
Bike: BMW S 1000 RR
Rennen 1: 3., Abstand zu P1: 00:00.504 min / Schnellste Rennrunde: 1:36.876 min
Rennen 2: 10., Abstand zu P1: 00:16.279 min / Schnellste Rennrunde: 1:36.713 min
„Ich bin wirklich zufrieden mit dem Wochenende. Die Poleposition und das Podium in Rennen 1 waren die beste Leistung unseres Teams bisher. Gleichzeitig bin ich auch etwas enttäuscht, weil ich glaube, dass wir heute in der Lage waren, beide Rennen zu gewinnen. Ich führte das erste Rennen lange Zeit komfortabel an. Kurz vor Ende machte ich jedoch einen Fehler – sonst wäre ich Erster oder Zweiter geworden. Vor dem zweiten Rennen haben wir kleine Modifikationen am Setup vorgenommen, damit der Hinterreifen mehr Haftung hat. Leider wurde dadurch das Gefühl für den Vorderreifen negativ beeinflusst. Ich kam am Ende des Rennens beim Runterschalten vor Tramonto versehentlich in den Leerlauf, und ich musste ins Kiesbett.”

Ruben Xaus:
Bike: BMW S 1000 RR
Rennen 1/2: DNF
 „Das war ein Tag zum Vergessen. Es ging schon mit den technischen Schwierigkeiten im ersten Rennen los. Nach dem Start des zweiten Rennens bremste ich hart in die Kurve hinein und wurde von einem anderen Fahrer berührt und von der Piste geschoben. Ich konnte auf dem Bike bleiben, aber wurde bei der nächsten Kurveneinfahrt erneut hart von einem anderen Fahrer an meinem Bein getroffen. Ich konnte erneut auf dem Bike sitzen bleiben, aber fühlte einen heftigen Schmerz im Bein, und meine Muskeln reagierten nur noch langsam. Ich fand die Gänge nicht mehr, und kurz darauf verfehlte ich erneut einen Gang in einer Kurve, und ich berührte den Asphalt heftig mit meinem Knie. Ich verlor den Knieschoner, und das war’s. Ich werde mich jetzt erholen, um in Imola wieder fit zu sein.”

Berthold Hauser (BMW Motorrad Motorsport Direktor):
„Glückwunsch an das gesamte Team, die Mannschaft hat hervorragende Arbeit abgeliefert und wurde dafür belohnt. Das war ein Wochenende mit Höhen und Tiefen, aber das Positive überwiegt eindeutig: Wir haben unsere erste Poleposition geholt, wir haben erneut eine Podiumsplatzierung erreicht, und unsere Rundenzeiten sind vorne mit dabei. Mir tut es für Ruben und seine Crew extrem leid – an diesem Wochenende lief einfach alles gegen ihn. Aber das ist nun einmal Rennsport, und davon lassen wir uns nicht entmutigen. Ich bin zufrieden mit dem Einsatz, den alle gezeigt haben.”

Eine siebenwöchige Pause nach dem letzten Rennen in Monza (ITA) hat Ayrton Badovini (ITA) und seine BMW S 1000 RR im FIM Superstock 1000 Cup nicht langsamer gemacht: Auch das fünfte von fünf Rennen gewann Ayrton, 2.576 Sekunden vor seinem engsten Rivalen Maxime Berger (FRA). In der Fahrerwertung liegt Ayrton mit 125 Punkten nun 59 Punkte vor Maxime (66). In der Herstellerwertung liegt BMW (125) 32 Punkte vor Honda (93).

Wetter: Sonnig.
Temperatur: Luft: 28 – 32 °C, Strecke: 28 – 50 °C
Teilnehmende Fahrer: 23 von 14 Teams
Schnellste Runde Rennen 1: Carlos Checa (Althea Racing) 1:36.670 min
Schnellste Runde Rennen 2:  Cal Crutchlow (Yamaha Sterilgarda Team) 1:36.546 min



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