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15.02.12

Wintertestfahrten – Phillip Island

Kategorie: World Superbike (WSBK)

13. bis 15. Februar 2012.

Phillip Island, 15. Februar 2012.  Die Zeit des Wartens hat ein Ende: Vom 13. bis 15. Februar haben die meisten Teams der FIM Superbike-Weltmeisterschaft gemeinsam in Phillip Island (AUS) getestet. Es war im Jahr 2012 das erste Aufeinandertreffen der Mannschaften auf der Strecke. Nachdem es Ende Januar bereits im spanischen Valencia getestet hatte, setzte das Team BMW Motorrad Motorsport bei diesem privaten Test seine Vorbereitung auf die Saison 2012 fort. Die Werksfahrer Marco Melandri (ITA) und Leon Haslam (GBR) spulten auf der 2012er-Rennversion der RR insgesamt 1.954 Testkilometer ab. Das Wetter war überwiegend sonnig und warm. Die Lufttemperatur erreichte 32 Grad Celsius, die Streckentemperatur stieg auf bis zu 54 Grad Celsius.

Programm:
Während das Team BMW Motorrad Motorsport beim Test in Valencia den Schwerpunkt darauf gelegt hatte, die neuesten über den Winter gemachten Entwicklungen zu verifizieren, arbeitete die Mannschaft in Phillip Island an der Abstimmung von Leons und Marcos S 1000 RR. Die Crews testeten verschiedene Fahrwerksabstimmungen mit dem Ziel, die Performance und die Konstanz zu optimieren. Zudem arbeitete das Team am Motormanagement und passte den Drehmomentverlauf und die Motorbremse an die speziellen Eigenheiten der Strecke in Phillip Island an.

Das Team zieht nach diesem Test ein positives Fazit. Beide Crews konnten wichtige Abstimmungsänderungen durchspielen, die aus Zeitgründen im Laufe eines Rennwochenendes nicht getestet werden können. Im Fahrwerksbereich fand das Team eine Heckabstimmung, die im Rennen zum Einsatz kommen wird. Leon konnte bereits eine recht gute Basisabstimmung erarbeiten. Er wird sich beim offiziellen Infront-Test am Montag und Dienstag auf die Rennperformance und die Feinabstimmung konzentrieren. Marco arbeitet sich noch in die gesamte Bandbreite der Abstimmungsmöglichkeiten für die RR ein, bevor er den Schwerpunkt auf die Rennperformance legt.

Die Techniker des Teams werden nun die Daten, die sie in den vergangenen drei Tagen gesammelt haben, analysieren und sich auf den offiziellen Infront-Test vorbereiten.

Marco Melandri:
Bike: BMW S 1000 RR, beste Rundenzeit: 1:33.0 min
„Wir haben bei diesem Test in vielerlei Hinsicht hart gearbeitet. Der erste Tag war recht erfolgreich, und wir hatten eine gute Basis, mit der wir arbeiten konnten. Doch leider ist es uns danach nicht gelungen, weitere Fortschritte zu machen. Wir haben immer noch Schwierigkeiten mit der Front des Bikes und haben versucht, diese mit verschiedenen Abstimmungsänderungen zu lösen. Ich brauche noch mehr Vertrauen in die Front des Bikes. Als es heiß war, wurde es schwieriger für mich. Aber wir müssen bei allen Bedingungen schnell sein. Zudem haben wir leider am letzten Tag drei Stunden verloren, da ich gestürzt bin und wir das Motorrad neu aufbauen mussten. Doch nun haben wir die Zeit, die gesammelten Daten zu analysieren, und wir versuchen beim nächsten Test, Verbesserungen zu erreichen. Wir haben noch zwei weitere Testtage, bevor wir in das erste Rennwochenende starten. Und ich hoffe, dass wir dann gutes Wetter haben.“

Leon Haslam:
Bike: BMW S 1000 RR, beste Rundenzeit: 1:32.2 min
„Der Test war gut und wirklich recht positiv. Es war schön, bei warmem Wetter wieder auf dem Motorrad zu sitzen. Wir sind mit der Basisabstimmung unseres neuen Bikes, die wir in Valencia erarbeitet haben, hierhergekommen, und sie hat auf Anhieb gut funktioniert. In diesen drei Tagen konnten wir an der Basisabstimmung unseres neuen Bikes feilen und gleichzeitig speziell auf diese Rennstrecke zugeschnittene Einstellungen finden. Schließlich fahren wir hier nächste Woche Rennen. Es ist hier immer wichtig, schnell zu sein. Aber man muss gleichzeitig die Möglichkeiten erforschen und große Schritte in beide Richtungen machen, um herauszufinden, wie sie sich auswirken. Und ich denke, dass wir recht viel gelernt haben. Wir hatten auch Zeit, um an Elektronik-Strategien zu arbeiten und sind dabei einen großen Schritt weitergekommen. Die Rundenzeiten waren gut, wir sind konstanter geworden und wir haben Abstimmungen sowohl für kühlere als auch heiße Bedingungen getestet, was hier ziemlich wichtig ist.“



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