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22.06.10

SBK-Vorschau Misano

Kategorie: World Superbike (WSBK)

Von: BMW Motorrad Motorsport

München/Stephanskirchen, 21. Juni 2010. Nach zwei Übersee-Rennwochenenden und einem ausgiebigen Testprogramm in den vergangenen beiden Wochen reist das Team BMW Motorrad Motorsport zu einem Klassiker im Kalender der FIM Superbike-Weltmeisterschaft. Die Läufe 15 und 16 finden auf dem Misano World Circuit in Misano Adriatico (ITA) nahe der Republik San Marino statt.

Das Team BMW Motorrad Motorsport reist mit 130 WM-Punkten an die Adriaküste – das sind lediglich elf Zähler weniger als die Gesamtpunktzahl des Teams zum Ende der Saison 2009. Mit drei Siegen in Misano ist Ruben Xaus (ESP) dort einer der erfolgreichsten Fahrer der Superbike-Weltmeisterschaft überhaupt – lediglich Troy Bayliss (AUS) konnte auf dieser Strecke zwei Siege mehr einfahren als der Katalane.


Troy Corser:
„Das Herz der italienischen Fans schlägt in Misano unüberhörbar. Sie lieben den Motorradrennsport und heißen uns mit offenen Armen willkommen. Ich habe dort schon unzählige Rennen bestritten. Der Kurs ist ein echter Evergreen im Superbike-WM-Kalender. 2000 habe ich dort für Aprilia beide Heimrennen gewonnen. Das war bis dato mein schönstes Wochenende dort. Beim Umbau der Strecke im Jahr 2006 wurde die Fahrtrichtung geändert. Nun sind wir dort im Uhrzeigersinn unterwegs. Diese Änderung war eine schöne Abwechslung, jeder musste auf eigentlich bekanntem Terrain bei Null anfangen.

Die Strecke ist ziemlich kurvig und hat die eine oder andere Bodenwelle, dennoch ist sie recht schnell. Mit der Rückkehr auf Höhe des Meeresspiegels werden wir wieder mehr Leistung haben.“


Ruben Xaus:
„Ich freue mich auf die Rennen in Misano, denn ich mag die Strecke sehr – ich habe dort drei Mal gewonnen. In Misano ist jede Stelle der Strecke wichtig – es ist eine der Rennstrecken, wo Du einfach keinen Fehler machen darfst. Sobald Du irgendwo die Linie verlässt, war’s das. Die Abstimmung ist ein Kompromiss: Es gibt Bodenwellen, langsame und schnelle Kurven und die lange Gegengerade. Vor den Haarnadelkurven nach den langen Geraden spielt die Motorbremse eine wichtige Rolle.

Am Donnerstag vor dem Rennwochenende werde ich auf der BMW S 1000 RR gemeinsam mit einigen anderen Fahrern an einer Parade durch die historische Altstadt von San Marino teilnehmen. Ich freue mich schon sehr darauf.“
Berthold Hauser, BMW Motorrad Motorsport Direktor:
„Beim Rennwochenende in Misano herrscht eine besondere Atmosphäre. Hier schlägt das Herz der Superbike-Weltmeisterschaft. Viele Menschen, die im Fahrerlager arbeiten, stammen aus dieser Region und bestreiten hier ihre persönlichen Heimrennen.

Wir können zufrieden auf die erste Hälfte der Saison zurückblicken. Nach bislang 14 WM-Läufen hat BMW Motorrad Motorsport in der Herstellerwertung bereits 130 Punkte gesammelt, damit stehen wir schon jetzt kurz vor dem Erreichen unserer Gesamt-punktzahl der Saison 2009. Wir haben in Monza unser erstes Podium erzielt und sind bislang weitere fünf Mal in die Top-Fünf gefahren. Wir blicken durchaus zuversichtlich auf die bevorstehenden Rennen.“
 

Hintergrund: 
Der „Misano World Circuit“, ehemals Autodromo di Santamonica“, wurde 1972 in Misano Adriatico (IT) eröffnet. Die Länge betrug damals noch 3,488 Kilometer. 1993 wurde die Strecke umfassend renoviert und auf 4,060 Kilometer verlängert. 2006 fanden erneut Arbeiten an der Strecke statt: Die Fahrtrichtung wurde geändert, dadurch konnten die Auslaufzonen erweitert werden. Der Kurs wird seither im Uhrzeigersinn befahren. Seit 1991 ist die Superbike-WM in Misano zu Gast. Ruben Xaus konnte dort bereits drei Mal gewinnen, Troy Corser stand zwei Mal ganz oben auf dem Podest. Obwohl Misano zu Italien gehört, firmiert die Superbike-Veranstaltung unter der Flagge des Stadtstaats San Marinos.

Ein gutes Einlenkverhalten des Bikes ist auf dem „Misano World Circuit“ mit seinen zahlreichen Schikanen wichtig. Es gibt einige interessante Bremspunkte, die zum Teil tief in die Kurve hineinreichen. Auf der Geraden nach „Tramonto“ sind hohe Geschwindig-keiten möglich, so dass der Fahrer Mut für die „Curvone“ aufbringen und die Kurve perfekt erwischen muss. Insgesamt ist es ein recht flüssiger Kurs, auf dem es auf eine gute Beschleunigung ankommt.



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