04.10.11

2 Rennen, 2 Länder und 2 Geschichten

Category: Superstock

FIM Superstock 1000 8. Lauf Imola, Italien und 9. Lauf Magny-Cours, Frankreich

 

Die FIM Superstock 1000 Meisterschaft führte das Team Garnier alpha Racing am letzten September-Wochenende nach Imola. Das Wetter und die Motivation des Teams hätten höher nicht sein können. Am Freitagmorgen erkundete Markus zum ersten Mal die anspruchsvolle italienische Strecke. Trotz vieler unübersichtlicher Kurven sagte die Streckenführung Markus auf Anhieb zu und er fuhr eine schnelle Runde nach der anderen. Markus war mit dem Bike noch nicht optimal zufrieden, fuhr aber auf Anhieb die 10. schnellste Zeit. Nach einigen Änderungen an der Federung und der Übersetzung, wollte Markus mit seiner BMW weiter nach vorne. Im zweiten Qualifiying verbesserte sich der Bayer um zwei Positionen und sicherte sich einen Platz in der zweiten Reihe für das Rennen am Sonntag.

Nach einem grandiosen Start lag Markus auf dem 5. Platz. Im Rennen musste er Sylvian Barrier (BMW Italia), ziehen lassen und sah als Sechster die Zielflagge. Mit diesem Ergebnis kletterte Markus auf Platz 7 in der Gesamtwertung.

 

Direkt im Anschluss hieß es für alle Teams zusammen packen und ab nach Frankreich. In weniger als einer Woche stand bereits das 9. Rennen der Saison in Magny-Cours, Frankreich auf dem Plan. Nach dem tollen Ergebnis in Imola, war Markus besten Mutes für sein Debüt in Frankreich. Am Freitag im ersten freien Training war Markus prompt gut unterwegs und fuhr die 6. schnellste Zeit. Im ersten Qualifying belegte er den siebten Platz. Doch die Freude währte nicht lange. Noch im selben Qualifying rutschte Markus in der ersten Kurve mit über 200 km/h das Vorderrad weg, ein Sturz war unvermeidlich. Markus selbst ist bis auf ein paar Prellungen und Schürfwunden nichts passiert und er konnte die Unfallstelle selbständig verlassen. Das Motorrad jedoch schlingerte unkontrolliert durch das Kiesbett und überschlug sich etliche Male und kam letztendlich kurz vor der Mauer zum Stehen. Mehr oder weniger Totalschaden. Nur noch der Rahmen und die Gabelrohre bildeten eine Einheit. Das Team war froh, dass Markus bei dem Sturz nichts schlimmeres passiert war und machte sich daran, ein neues Motorrad aufzubauen. Bis morgens um 4 Uhr arbeitete das gesamte Team am Ersatz-Bike. Markus kam mit dem neu aufgebauten Einsatzmotorrad nicht so gut zurecht und belegte im zweiten Qualifying nur die 16. Position. Am Sonntag beim Warm-Up testete das Team noch ein paar Veränderungen am Bike. Diese machten sich bezahlt. Markus war im Rennen sehr gut dabei. Er konnte zwei Plätze gut machen und fuhr als 14. über die Ziellinie. Nach dem neunten Lauf der Saison liegt Markus auf dem 8. Rang in der Gesamtwertung, nur 7 Punkte hinter dem siebten Andrea Antonelli.

 

Am 16. Oktober findet das Finale der World Superbike Championship in Portimao statt. Das Team freut sich auf das letzte Rennen der Saison und wird noch einmal alles geben und vorne mitfahren.



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